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Wirtschaft

Made in Italy - Italien setzt auf Industrie

Die italienische Wirtschaft unterscheidet sich in einem Punkt ganz erheblich von der Wirtschaft anderer europäischer Länder: Kleinunternehmen prägen im starken Maße die Industriestruktur Italiens. Der Großteil der Beschäftigten in der Wirtschaft ist nach wie vor in diesen kleineren Betrieben angestellt.

Meist sind in diesen Betrieben weitaus weniger als 100 Personen beschäftigt. Bei den Betrieben handelt es sich vornehmlich um Unternehmen, die die unterschiedlichsten Produkte verarbeiten. Viele sind in der Bekleidungsbranche, im Bau von Maschinen und Werkzeugen oder in der Feinmechanik tätig. Im Süden des Landes und auf Sardinien und Sizilien sind deutlich mehr kleinere Betriebe angesiedelt als im Norden Italiens. Dort dominieren größere Unternehmen. Dieses Nord-Südgefälle ist ein signifikantes Merkmal der italienischen Wirtschaft. Ebenso signifikantes Merkmal ist in Italien die so genannte Schattenwirtschaft. Ihr Anteil am Bruttoinlandprodukt scheint hoch zu sein, Zahlen können jedoch nur geschätzt werden.

Industriesektoren und Exportgüter Italiens

Wichtigste Industriesektoren sind unter anderem die Mode- und Bekleidungsindustrie, der Fahrzeugbau, die Elektroindustrie, der Maschinenbau und die Pharmaindustrie. Die chemische Industrie verliert durch den starken internationalen Wettbewerbsdruck in Italien allerdings immer mehr an Bedeutung. Italien exportiert in erster Linie Nahrungsmittel, Wein, Textilien und Bekleidung, Maschinenbauprodukte, Metalle, Präzisionsapparate, raffinierte Mineralölprodukte, Pharmaerzeugnisse und Kraftfahrzeuge. Bedeutsame europäische Absatzmärkte sind Deutschland, Frankreich, Spanien und Großbritannien. Die USA, Russland, Türkei, China, Japan und die Vereinigten Arabischen Emirate gehören zu den außereuropäischen Abnehmern.

Lebensart made in Italy

Italien ist bekannt für seine Lebensart. Daher stehen auch Luxusartikel aus Italien hoch im Kurs: beispielsweise die Edelautomarken Lamborghini oder Ferrari. Mailand ist die Metropole für Designerbekleidung. Und die italienische Küche ist ohnehin Ausdruck gehobener Lebenskunst. Im Vergleich zum verarbeitenden Gewerbe spielt die Landwirtschaft keine bedeutsame Rolle in der Volkswirtschaft. Allerdings existieren Ausnahmen: Beim Weinbau und bei der Produktion von Olivenöl gehört Italien zur Weltspitze. Der Tourismus ist ebenfalls ein wichtiger Wirtschaftszweig. Bella Italia steht immer noch auf den vorderen Plätzen der meistbesuchten Länder der Welt.

Ein rohstoffarmes Land

Da das Land im Süden Europas nur über wenige natürliche Ressourcen verfügt, ist es hier auf Importe angewiesen. Vor allem importiert Italien Energie und Rohstoffe wie Erdöl und Erdgas - sonst wäre eine allumfassende Energieversorgung nicht möglich. Strom bezieht das Land beispielsweise aus der Schweiz und Frankreich. Die Produkte bzw. Rohstoffe für die verarbeitende Industrie müssen ebenfalls importiert werden.

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